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Vattenfall will mit Windkraft nach vorne
Samstag, den 11. Februar 2012 um 12:07 Uhr

Vattenfall baut Windkraft-Engagement in Deutschland aus

Was haben Eon, RWE und Vattenfall gemeinsam? Alle drei belastet der Ausstieg aus der Atomenergie. Doch während Eon und RWE die Zeichen der Zeit bereits erkannt haben und kräftig in erneuerbare Energien investieren, hinkt Vattenfall den Entwicklungen noch hinterher. Unter der Leitung von Vattenfall-Chef Öystein Löseth stellt das schwedische Staatsunternehmen die Weichen allerdings auf Zukunftskurs und investiert in den kommenden fünf Jahren 4,3 Millionen Euro in deutsche Windenergieparks – obwohl das Unternehmen eigentlich sparen müsste.

Langjährige Verlustgeschäfte

Die Atommeiler Krümmel und Brunsbüttel, die von Vattenfall betrieben werden, waren über viele Jahre ein gewinnbringendes Geschäft – müssen nun aber bald vom Netz. Keine gute Situation für das ohnehin seit Jahren unter Verlustgeschäften leidende Unternehmen. Löseth versucht daher seit Jahren das im Vergleich zu Eon und RWE wesentlich kleinere Unternehmen, gesund zu schrumpfen. Um rund 15,2 Prozent fielen im vergangenen Jahr die Investitionen und betrugen damit nur 181 Milliarden Schwedische Kronen. Noch stärker sank das Betriebsergebnis: Satte 23,2 Milliarden Euro – also 22,3 Prozent – weniger Schwedische Kronen nahm Vattenfall ein. Zusätzlich führt der deutsche Atomenergieausstieg zu einer Belastung von 10,5 Milliarden Schwedischen Kronen.

Zukunftsprojekte an der Nordsee

Während Vattenfall daher versucht unprofitable Ländergesellschaften, wie etwa in Polen, zu veräußern, nehmen die Investitionsbemühungen in deutsche Offshore-Windparks zu. Schon ab 2015 soll vor der deutschen Küste das Projekt "Sandbank 24" in Angriff genommen werden. Erst 96 und später möglicherweise 40 Windräder vor Sylt sollen bis zu 500.000 Haushalte mit grünem Strom versehen. Viel Früher – nämlich noch in diesem Jahr – will Vattenfall mit dem Sylter Windpark "DanTysk" kräftig im Offshore-Geschäft mitmischen. Onshore-Projekte sollen zwar noch folgen, das Unternehmen verrät allerdings noch keine Details. Mit je 1 – 2 Milliarden Investitionsvolumina baut Vattenfall sein Engagement zur Erreichung der deutschen Ökostromziele aus – rund 40 Prozent der deutschen Energie sollen bis 2020 aus der Windenergie stammen.

 

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