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Früher gab es für die Heizung im Neubau keine große Auswahl, zum größten Teil wurde mit Holz und Kohle in einem Kachelofen geheizt.
Heute ist das schon schwieriger. Da gibt es nicht lediglich Gas oder Öl, sondern auch noch Pelletheizungen, Wärmepumpen, Solarheizungen und mehr: Alternative Heizungsanlagen erobern den Markt und locken mit geringem Verbrauch. Gleichzeitig erfordern sie immer noch relativ hohe Investitionen. Lohnt es sich?
Welche Arten von Heizungsanlagen gibt es?
Grundsätzlich sollte die Heizung zum Energiekonzept des Hauses passen. Bei der Auswahl spielen auch Faktoren wie die Investitions- und Verbrauchskosten, der Platzbedarf der Heizungsanlage oder die Art der Heizkörper eine Rolle sowie durch die Heizung verursachter Lärm und Abgase und der damit benötigte Schallschutz beziehungsweise Frischluftsysteme. Die gängigsten Arten sind:
Heizen mit fossilen Brennstoffen
Niedertemperatursysteme: Gas- und Öl-Niedertemperaturkessel: hoher Wirkungsgrad, automatische Vorlauftemperaturregelung, maximale Heiztemperatur 40 °C bis 55 °C.
Brennwertgeräte: Gas- und Öl-Brennwertgeräte: Nutzen mit Hilfe eines Wärmetauschers auch die Kondensationswärme, sehr hoher Wirkungsgrad, platzsparende Wandgeräte; staatliche Förderung.
Alternative Heizungsanlagen
Wärmepumpen: umweltschonende Alternative zu steigenden Öl- und Gaspreisen; am effektivsten bei großflächigen Heizungen wie Fußboden- oder Wandheizung; staatliche Förderung.
Solarheizungen: umweltschonende Alternative zu steigenden Öl- und Gaspreisen; sollte immer mit einer zweiten Heizungsanlage kombiniert werden, um mögliche Engpässe zu vermeiden; staatliche Förderung.
Pelletheizungen: Holzpellets besitzen einen hohen Energieinhalt und damit einen relativ hohen Wirkungsgrad; staatliche Förderung.
Kaminöfen: Ein herkömmlicher Kaminofen beheizt nur den Raum, in dem er steht. Es gibt jedoch auch wasserführende Kaminöfen, die genügend Wärme für mehrere Räume, womöglich sogar für das ganze Haus liefern. Der Wirkungsgrad bei Kaminöfen beträgt allerdings nur ca. 70 bis 75 Prozent.
Kachelöfen: Holz ist eine erneuerbare Energiequelle; der geringe Wirkungsgrad von ca. 60 Prozent zeigt, dass diese Variante der Heizung eher als Zweitheizung zum Beheizen der Wohnstube geeignet ist.
Die Kosten/Preise in EUR im einzelnen im Vergleich
| Heizung |
Erd- wärmepumpe |
Holz-Pellets |
Gas-Brennwert-Heizung + solar |
Gas-Brennwert-Heizung |
Öl- Brennwert-Heizung |
| Preis Anschaffung total |
15.050 |
15.100 |
14.200 |
8.300 |
9.400 |
| Kosten im 1. Jahr |
1.823 |
1.974 |
1.934 |
1.602 |
1.773 |
| Kosten in 20 Jahren |
41.130 |
44.762 |
48.951 |
45.219 |
48.540 |
| Kosten im 21. Jahr |
1.262 |
1.478 |
2.204 |
2.699 |
2.7 |
Fazit: Die umweltfreundlichen Heizungsanlagen sind auf lange Sicht am Kosten günstigsten.
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